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Komponisten Auftragsstücke

Bekannte Namen prägen die Liste

Die Auftragskompositionen im musikalischen Wettbewerb stellen versierte Komponisten der Schweiz. Musikgenuss garantiert!

Jeanbourquin und Moren für die Unterhaltungsmusik

Die Komponisten für die Unterhaltungsmusik sind Marc Jeanbourquin für die Harmonieformationen und Bertrand Moren für die Brass Bands. Beide haben auch zum letzten Eidgenössischen Aufgabestücke beigesteuert. Jeanbourquin für die 2. Klasse Harmonie und Fanfare, Moren für die Höchstklasse Brass Band. Marc Jeanbourquin ist Lehrer am Cycle d’Orientation de Marly (CH). Er dirigiert aktuell die Brass Band Harmonie d’Arconciel und die La Gruéria de Vuadens. Und er ist regelmässig Gastdirigent und Experte. Seine Werke und Arrangements werden in Europa, den USA, Asien und Brasilien gespielt. Bertrand Moren ist als Musiklehrer, Dirigent und Komponist vor allem im Brass-Band-Bereich aktiv. Er unterrichtet Posaune und Klavier. An Letzterem begleitet er regelmässig auch Bläser. Sein OEuvre umfasst rund 200 Kompositionen. Moren dirigiert die Concordia de Vétroz und die Marcelline de Grône. Jeanbourquin und Moren sind übrigens fast gleich alt, nämlich um 43 Jahre. Damit liegen sie exakt im Durchschnitt der zehn Komponisten, die fürs kommende Eidgenössische schreiben.

Höchstklasse: Cesarini und Waespi

Kommen wir zur Konzertmusik. Mit den Aufgabestücken der Höchstklasse hat der SBV Franco Cesarini (Harmonie) und Oliver Waespi (Brass Band) beauftragt. Beide komponierten anlässlich von Montreux 2016 für die 3. Klasse und sind die ältesten der zehn Komponisten. Der Tessiner Komponist, Dirigent und Flötist Franco Cesarini lehrte mehr als 15 Jahre Blasorchesterdirektion an der Zürcher Hochschule der Künste. Dieselbe Aufgabe hatte er am Conservatorio della Svizzera italiana übernommen, wo er bis 2019 auch Harmonielehre und Formenlehre unterrichtete. Seit 1998 ist er Leiter der Civica Filarmonica di Lugano. Als Gastdirigent und Solist ist er beinahe auf der ganzen Welt aufgetreten. Seine Kompositionen werden weltweit aufgeführt und eingespielt. Oliver Waespi studierte Komposition, Orchesterleitung und Filmmusik. Seine Musik wird durch Sinfonieorchester, Kammerensembles, Solisten, Chöre sowie zahlreiche sinfonische Blasorchester und Brass Bands aufgeführt. Der Berner leitet regelmässig Workshops, wirkt als Juror und ist Lehrbeauftragter an der Hochschule der Künste Bern.

1. und 2. Klasse: Trachsel, Marquis und Hodel

Die Aufgabestücke der 1. Klasse übernehmen Thomas Trachsel (Harmonie) und Olivier Marquis (Brass Band). Trachsel arbeitet als Dirigent und Gastdirigent verschiedener Blasorchester und Brass Bands sowie als Lehrer für Musiktheorie und Musikgeschichte. Er ist Experte an Wettbewerben und Musikfesten. Als freischaffender Komponist schrieb er unter anderem fünf grosse Sinfonien, vier Sinfonietten und einige sinfonische Dichtungen. Olivier Marquis ist eigentlich Informatikingenieur, machte sich aber auch mit Werken für kantonale und nationale Wettbewerbe bereits einen Namen. Als junger Erwachsener holte sich der Jurassier diverse Titel als Solist am Es-Horn. Stephan Hodel ist für das Werk der 2. Klasse Brass Band und Fanfare Benelux verantwortlich. Hodel komponiert für die verschiedensten Formationen – Big Band, Symphonie Orchester, Brass Band oder Chor und interessiert sich für unterschiedlichste Stilrichtungen, insbesondere auch für Filmmusik.

3. Klasse: Hayoz und Renggli

In der dritten Klasse haben die beiden Jüngsten die Gelegenheit, die Vereine mit kreativen Ideen zu fordern: Der 36-jährige Benedikt Hayoz komponiert für die Harmonien. Der 27-jährige Manuel Renggli übernimmt das Werk der Brass Bands und Fanfare Benelux. Hayoz ist Hornist, Preisträger verschiedener Kompositionswettbewerbe und Dirigent, unter anderem der Landwehr Freiburg. Seine Kompositionen führten schon zu spektakulären Projekten namhafter Formationen. Etwa bei seiner «Wassermusik» für Blasorchester und Brunnen mit Liveelektronik. Manuel Renggli studierte Blasmusikdirektion an der Hochschule der Künste Bern und absolvierte zahlreiche Meisterkurse. In den letzten Jahren verschrieb er sich zunehmend der zeitgenössischen Komposition. Als Dirigent leitet er aktuell die Stadtjugendmusik Zürich und die Regional Brass Band Bern.

4. Klasse: Bürki

Das Aufgabestück für alle Besetzungen der vierten Klasse schliesslich wird von Mario Bürki kommen. Für Montreux 2016 steuerte er das Stück der 1. Klasse Harmonie bei. Sein Werk umfasst rund 130 Stücke für Brass Bands und Blasorchester. Mario Bürki dirigiert die Musikgesellschaft Ostermundigen und ist gern gesehener Dozent, Gastdirigent und Experte. Die Musikkommission erwartet von den zehn Auftragswerken im kommenden Juni eine erste Fassung. Im Herbst sollten die Stücke dann definitiv vorliegen. Eine eigene Kommission der Musikkommission, von der Mitglieder, die am Eidgenössischen selbst dirigieren, ausgeschlossen sind, wird die Qualität der Werke sicherstellen.

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